Wächst Ihnen der Papierkram über den Kopf? Wir haben die Lösung!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreckgespenst „Ordnungsmäßigkeit“

Für  kleinere, inhabergeführte Unternehmen und Freiberufler  ist es eine große Herausforderung, neben der technischen und fachlichen Leistungsabwicklung noch eine solide Unternehmensadministration  auf die Beine zu stellen. So ist dann oft der Inhaber selbst Kundendienstmonteur, Einkaufsleiter, Sekretärin, Sachbearbeiter, Controller, Personalbeauftragter, Vertriebsleiter usw. usw. in einer Person. Es ist nicht verwunderlich, dass irgendwann  vielen Selbstständigen der Papierkram schlicht über den Kopf wächst. Die mangelnde Effizienz der Unternehmensabläufe beginnt sich dann schnell negativ auf  die Rentabilität auszuwirken. Ein wirtschaftlich geschwächter Betrieb hat aber naturgemäß noch weniger Möglichkeiten, in die Verbesserung der Unternehmensprozesse-etwa durch gezielte Verbesserungen im Bereich der EDV oder personelle Verstärkungen-  zu investieren: der Teufelskreis ist perfekt.  Eigentlich schon schlimm genug, doch die Misere ist noch steigerungsfähig. Der an der Grenze seiner physischen und psychischen Belastbarkeit angekommene Unternehmer erhält Besuch: der Betriebsprüfer vom Finanzamt steht vor der Tür!  Unbeeindruckt vom offensichtlichen Existenzkampf des Steuerpflichtigen wird im Grunde von diesem nun verlangt, doch bitte nachzuweisen, dass er nicht wesentlich mehr Einnahmen hatte als in der Buchhaltung aufgezeichnet. „Ordnungsmäßigkeit“ heißt hier das Stichwort. Hinter diesem Begriff verbirgt sich schlicht die neue Primärwaffe der Finanzverwaltung bei  der Prüfung kleinerer Betriebe. Wer hier Schwächen offenbart, sieht sich ganz schnell Zuschätzungen und Nachzahlungsforderungen ausgesetzt, welche existenzgefährdende Ausmaße annehmen können.  Neben dem Dauerbrenner „Kassenführung“ (hauptsächlich relevant für bargeldintensive Branchen) sei an dieser Stelle ein sehr wichtiger Bereich erwähnt: das Erstellen von Rechnungen an Kunden! Es  ist dringend anzuraten, diesen Prozess zu automatisieren und so für eine strukturierte Vergabe von Rechnungsnummern zu sorgen. Wer hier manuell arbeitet, kommt beinahe zwingend irgendwann mit den Rechnungsdaten durcheinander. Sobald die Gesamtheit aller Rechnungsnummern aber aus Prüfersicht  nicht mehr als schlüssige Abfolge erscheint, fangen die Probleme an. Jedem Unternehmer kann nur empfohlen werden, mindestens die Anschaffung von entsprechender Software für die Fakturierung/Auftragsverwaltung in Erwägung zu ziehen. Der kleinere Unternehmer sollte seine Büroorganisation jedoch insgesamt hinterfragen und auf Verbesserungspotenzial überprüfen. Dies wird sich nicht nur bei der nächsten Steuerprüfung sondern bereits im Tagesgeschäft rentieren.

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Neu ab 1.1.2016: Steuer-ID für Kindergeld Pflicht!

Familien können sich zum Jahreswechsel erneut über ein höheres Kindergeld bzw. einen höheren Kinderfreibetrag freuen. Allerdings wird nun das Vorliegen der  Steuer-Identifikationsnummer bei der Familienkasse zusätzliche Anspruchsvoraussetzung für das Kindergeld. Seit Jahresbeginn müssen die Kindergeldberechtigten und die Kinder von der Familienkasse durch die Steuer-ID zu identifizieren sein.  Deshalb muss die Steuer-ID des Elternteils, der das Kindergeld erhält, sowie die Steuer-ID des Kindes bei der Familienkasse angegeben werden. Damit soll vermieden werden, dass Kindergeld mehrfach ausgezahlt wird.

Vielfach wurde fälschlich berichtet, dass bei fehlenden ID-Nummern das Kindergeld ab Januar 2016 nicht mehr ausgezahlt wird. Richtig ist vielmehr, dass die ID-Nummern im Laufe des Jahres nachgereicht werden können. Allerdings sollten Eltern nicht zu lange warten! Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Angabe der ID-Nummern vergessen wird und dann die Auszahlung des Kindergelds in Gefahr gerät oder sogar das seit dem 1. Januar 2016 ausgezahlte Kindergeld zurückgefordert wird.

Bei Neuanträgen werden die ID-Nummern von Kind und Elternteil direkt abgefragt. Eltern, die schon Kindergeld beziehen und die Steuer-ID-Nummern noch nicht angegeben haben, sollten dies nachholen. Bei bereits laufendem Kindergeldbezug empfiehlt es sich, bei der Familienkasse telefonisch (kostenfreie Telefonnummer: 0800/4555530) nachzufragen, ob die ID-Nummern dort bereits vorliegen.  Die Identifikationsnummern müssen der Familienkasse aber schriftlich mitgeteilt werden. Eine telefonische Übermittlung wird nicht akzeptiert. Die ID-Nummer des Kindes hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) den Eltern per Post zugeschickt. Ist das Schreiben nicht mehr auffindbar, sollten sich Eltern an das genannte Zentralamt wenden. Die eigene Steuer-ID finden Eltern im Einkommensteuerbescheid, auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers und im entsprechenden Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern. Eine erneute Zusendung der ID-Nummer kann unter http://tinyurl.com/mtuy9at auf der Internetseite des BZSt veranlasst werden.

 

 

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Studium und Ausbildung – was geht steuerlich?

Endlich Sommerferien! Was für die jüngeren Kinder den Beginn der schönsten Zeit des Jahres bedeutet, markiert für die Älteren  oft den Beginn eines neuen Ausbildungs- und damit Lebensabschnitts.  Viele dieser jungen Menschen werden sich nun erstmalig  mit finanziellen Aspekten auseinandersetzen müssen. Und wo es im Leben ums Geld geht, ist bekanntlich die Steuer nicht weit. Begriffe wie „Finanzamt“, “Steuererklärung“ , „Einkommensteuer“ – bisher nur als merkwürdige Floskeln aus der Erwachsenenwelt bekannt- treten nun unweigerlich in das Bewusstsein der jungen Studenten und Auszubildenden. Muss ich eine Steuererklärung abgeben? Lohnt sich das denn für mich überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen Ausbildungs- und Fortbildungskosten? Diesen Fragen sollten junge Leute entschlossen nachgehen, und zwar sofort zu Beginn der Ausbildung.  Lehre und Studium sind oft geprägt von geringem Einkommen bei gleichzeitig hohen Aufwendungen.  Dass hier steuerlich möglicherweise schon „was geht“, wird oft erst viel zu spät oder gar nicht bemerkt. Allerdings sind die gesetzlichen Regelungen kompliziert und sorgen immer wieder für Streitigkeiten vor den Finanzgerichten. Dabei geht es vor allem um die Absetzbarkeit der Kosten für die Ausbildung (Fahrten zur Uni, Studiengebühren und –literatur, Arbeitsmittel etc.). Als „Ausbildungskosten“ qualifiziert wirken sich diese nämlich nur aus, wenn im Jahr ihrer Verausgabung auch steuerpflichtiges Einkommen erzielt wurde. Als „Fortbildungskosten“ können diese aber zu einem Verlust führen, welcher in Folgejahre mit mglw. ordentlichem Arbeitseinkommen  vorgetragen werden und dort zu hübschen Steuererstattungen führen kann.  Es ist daher sicherlich kein Fehler, sich zu Beginn eines neuen Ausbildungsabschnitts steuerlich beraten zu lassen.

 

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Alle Jahre wieder: die Steuererklärung !

Die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist oft lohnend

Mit dem Jahreswechsel ist sie plötzlich wieder da: die Frage, ob man eine Einkommensteuerklärung für das vergangene Jahr abgeben sollte oder vielleicht sogar muss. Angeblich geht der Durchschnittsdeutsche lieber zum Zahnarzt, als sich mit seiner Einkommensteuererklärung zu befassen. In der Tat ist diese eine komplexe Angelegenheit. Bereits die Frage nach einer Abgabepflicht macht ein gründliches Studium der entsprechenden Gesetzestexte erforderlich. So ist zwar bspw. für Gewerbetreibende oder Immobilienvermieter die Sache klar:  an der Abgabepflicht führt kein Weg vorbei. Überschreitet man die Frist (für 2014: 1. Juni 2015) drohen saftige Verspätungszuschläge. Wie ist es aber beim reinen Arbeitnehmer? Schließlich hat der Arbeitgeber doch Monat für Monat bereits Lohnsteuer einbehalten und den Fiskus somit befriedigt. Das Gesetz sieht auch hier eine Reihe von Tatbeständen vor, die zu einer Abgabepflicht führen, etwa wenn Lohnersatzleistungen (Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld usw.)  bezogen wurde oder wenn Ehegatten mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 unterwegs waren.  Derjenige, der von diesen Sachverhalten nicht betroffen ist, sollte dennoch die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung in Erwägung ziehen. Bekanntlich erhalten nämlich Arbeitnehmer rein statistisch gesehen im Schnitt eine Steuererstattung zwischen 800 und 900 Euro, häufig beträgt die Rückerstattung sogar rund 2.000,00 Euro.

Beachtet werden sollte, dass die Sachbearbeiter beim Finanzamt die eingereichten Steuererklärungen in der Reihenfolge ihres Eingangs abarbeiten. Die Finanzverwaltung scheint derzeit hoffnungslos überlastet zu sein, so dass vielfach mit einer Zeitspanne von mehreren Monaten bis zur Durchführung der Veranlagung zu rechnen ist. Vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, sich  mit der Abgabe der Steuererklärung nicht allzu viel Zeit zu lassen. Wer im Frühjahr seine Schäfchen ins Trockene bringt, dürfte weit bessere Chancen auf eine zeitnahe Steuergutschrift haben, denn zur Jahresmitte hin laufen die Formulare bzw. Datensätze –bedingt durch die (Regel)Abgabefrist  31.05.- geballt beim Finanzamt auf,  was oftmals zu nicht mehr kalkulierbaren  Bearbeitungszeiten führt.

 

 

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Damoklesschwert Erbschaftsteuer?

Die Erbschaftsteuer ist und bleibt ein hochkomplexes Thema, welches sowohl den Gesetzgeber als auch die obersten Bundesgerichte immer wieder öffentlichkeitswirksam beschäftigt.  Nicht verwunderlich ist daher, dass viele  Menschen, die  sich im Laufe eines langen Arbeitslebens ein beachtliches Vermögen erarbeitet haben, die Sorge beschäftigt, dass im Falle ihres Ablebens der eigene Nachlass unkontrollierbar zwischen den Mühlsteinen des Erbschaftsteuergesetzes pulverisiert werden könnte. Deshalb wird vielfach erwogen, bereits zu Lebzeiten Vermögen auf die nachfolgende Generation zu übertragen. Aus Beratersicht ist jedoch davor zu warnen, hier in allzu große Hektik zu verfallen. Denn wie sagt der Volksmund so treffend: „Man zieht sich nicht aus, bevor man zu Bett geht!“ Vor allen weiteren –evtl. nicht mehr revidierbaren- Schritten  sollte eine überschlägige Analyse der potenziellen Erbschaftsteuerbelastung durchgeführt werden. Hierzu werden zunächst die Werte aller Vermögensgegenstände addiert, die im Todesfall auf den oder die Erben übergehen würden. Dies sollte bei monetärem und bei Wertpapiervermögen keine Berechnungsprobleme aufwerfen. Schwieriger werden dürfte dagegen die Bewertung von Sachwerten, insbesondere von Immobilien. Hier reichen zunächst grobe Einschätzungen der Verkehrswerte. Von der Summe des Vermögens werden nun die Nachlassverbindlichkeiten abgezogen. Nachlassverbindlichkeiten sind laut § 1967 Abs. 2 BGB vom Erblasser herrührende Schulden sowie  Forderungen von Dritten gegenüber dem Erben – insbesondere Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen. Ebenso mindern die Kosten der Bestattung und der Regelung des Nachlasses den Steuerwert der Erbschaft. Werden keine Kosten nachgewiesen, werden pauschal 10.300 € anerkannt. Bei mehreren Erben muss dieser Pauschbetrag gemeinsam beansprucht und dann untereinander aufgeteilt werden. Zur Ermittlung des aktuellen Erbschaftsteuerrisikos müssen nun nur noch die Freibeträge und Steuersätze in Erfahrung gebracht werden, die nach dem Erbschaftsteuergesetz vom Verwandtschaftsgrad zwischen Erbe und Erblasser bzw. der absoluten Höhe des erworbenen Reinvermögens abhängen. So kann bspw. jedes Kind einen Freibetrag von immerhin 400.000,00 € beanspruchen. Ein für die eigene Altersvorsorge bestimmtes Vermögen sollte also nicht voreilig auf die nachfolgende Generation übertragen werden!

 

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Die Lehren aus dem Fall Hoeneß

Wieder einmal veranlasst der Fall eines prominenten Steuerhinterziehers manche Politiker dazu, nach einer Verschärfung des Steuerstrafrechts zu rufen. Dass dabei von der Politik zu verantwortende, milliardenschwere Verluste durch militärtechnische Totgeburten, Hauptstadtflughäfen und Stützungsaktionen zugunsten maroder Bankinstitute kaum Erwähnung finden, mag für den Bürger ebenso irritierend sein wie das Fortbestehen der sogenannten „kalten Progression“ oder die Unfähigkeit zur Schaffung klarerer und einfacherer Steuergesetze. Derartige Erkenntnisse sind jedoch im „Ernstfall“ wenig hilfreich. Lehrreich ist dagegen der Fall des Uli H, der mit einer korrekten und vollständigen Selbstanzeige trotz der hohen Hinterziehungssummen straffrei hätte ausgehen können. Wie eindrucksvoll zu beobachten war, kann das Zusammentragen und steuerrechtliche Auswerten von Daten zu Bankbewegungen, die weiter in der Vergangenheit liegen, u.U.  sehr zeitaufwändig und mühselig sein, so dass Betroffenen, die zur Steuerehrlichkeit zurückkehren wollen, nur geraten werden kann, unverzüglich mit der Erstellung der Selbstanzeige zu beginnen. Wie lange der Gesetzgeber diese Möglichkeit zur Erlangung von Straffreiheit noch einräumen wird, steht zudem in den Sternen. Ein weiterer Grund, sofort aktiv zu werden!

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Die Erteilung der UST-ID- Nummer: ein häufiges Ärgernis bei Unternehmensgründungen

Wer sich entschlossen hat, mit seiner Geschäftsidee ein eigenes Unternehmen zu gründen, möchte in der Regel die im Rahmen des Gründungsprozesses anfallenden Formalitäten schnell hinter sich bringen, um sich ganz dem operativen Geschäft widmen zu können. Nicht selten „drohen“ bereits konkrete Aufträge und wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben! Neben den üblichen Anmeldungen beim Handelsregister und beim städtischen Ordnungsamt (Gewerbeanmeldung) und evtl. berufsspezifischen Registrierungen kommt natürlich der steuerlichen Erfassung des Unternehmens beim Finanzamt erhebliche Bedeutung zu. Schließlich möchte der Unternehmer so schnell wie möglich auch Rechnungen ausstellen können und sich gegenüber potenziellen Geschäftspartnern –etwa auf seiner Internetseite- mit allen wichtigen Daten seriös präsentieren. Leider ziert sich das Finanzamt immer öfter bei der Erteilung der so wichtigen Umsatzsteuer-Identnummer (UST-ID) und möchte den Antragssteller mit dem Hinweis auf möglichen Missbrauch bestenfalls mit einer einfachen Steuernummer abspeisen. Naturgemäß ist es für ein Unternehmen, welches noch keinen einzigen Geschäftsvorfall getätigt hat (wie auch, ohne UST-ID?), so gut wie unmöglich, die Missbrauchsvermutung zu entkräften. Betroffene sollten sich hiergegen wehren. Hilfreich ist dabei der Hinweis auf ein neues Urteil des europäischen Gerichtshofs (EuGH). Unter dem Aktenzeichen C-527/11 wird der Erteilungsanspruch des Steuerpflichtigen klar bekräftigt.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Splitting-Tarif auch für die Homo-Ehe!

Eingetragene Lebenspartnerschaften, wie zum Beispiel eine Homo-Ehe, müssen auch vom Ehegattensplitting profitieren können. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe heute entschieden (Az.: 2 BvR 909/06 u.a.). Die Ungleichbehandlung von Ehen und eingetragenen Lebenspartnern sei verfassungswidrig, hieß es.

Das Gericht verlangte sogar, dass die Gesetze rückwirkend zum 1. August 2001 geändert werden. Die bestehenden Regelungen zum Ehegattensplitting für Eheleute könnten dabei  bis zu einer Neuregelung übergangsweise auf eingetragene Lebenspartnerschaften angewandt werden.

Damit stellt Karlsruhe  gleichgeschlechtliche Lebenspartner im Steuerrecht mit Eheleuten völlig gleich, weil es seiner Auffassung nach keine „gewichtigen Sachgründe für eine Ungleichbehandlung“ gibt. Bis auf CDU und CSU hatten alle zuletzt im Bundestag vertretenen Fraktionen für eine solche Gleichstellung plädiert.

Bekanntlich führt die Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer, die bisher den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vorenthalten war, in den meisten Fällen zu einem erheblichen Steuervorteil. Gleichgeschlechtlichen Paaren bietet sich durch das genannte Urteil somit eine beachtliche Steuersparmöglichkeit. Betroffene Paare sollten unbedingt durch einen Steuerberater prüfen lassen, ob sie sich durch eine (nachträgliche) Zusammenveranlagung Steuerstattungen sichern können. Nach der klaren Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts ist dies nicht nur zukünftig, sondern auch rückwirkend möglich! Steuererstattungen für mehrere Veranlagungsjahre könnten sich also zu erheblichen Beträgen aufsummieren.

Steuerliche „Singles“ haben oftmals keine Steuererklärung abgegeben, da Sie zum einen hierzu nicht verpflichtet waren, zum anderen der Aufwand nicht lohnend erschien. Dies ändert sich nun, denn im Zusammenveranlagungsverfahren werden die Karten neu gemischt!

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Unterstützung hierzu benötigen: info@bkp-steuer.de  oder 02161-9467474.

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Alle Jahre wieder: Weihnachtsfeier, Betriebsausflug & Co.

Aber bitte ohne das Finanzamt!

Arbeitgeber sollten beachten, dass Aufwendungen im Rahmen von Betriebsfeiern für die  Mitarbeiter nur dann steuer- und sozialversicherungsfrei sind, wenn sie sich an drei Spielregeln halten. 1. Es muss sich um eine Veranstaltung handeln, die im überwiegenden betrieblichen Interesse liegt, wie z.B. eine Weihnachtsfeier, das Firmenjubiläum oder der Betriebsausflug (auch mehrtägig). 2. Solche Veranstaltungen dürfen bis zu zweimal im Jahr durchgeführt werden. Feiern Sie öfter, so haben sie ein Wahlrecht, welche beiden Veranstaltungen Sie steuerfrei behandeln wollen. 3. Es gilt eine Freigrenze von 110 € pro Mitarbeiter und Jahr. Wer hier nicht aufpasst, lädt das Finanzamt quasi zu seiner Weihnachtsfeier ein. Wo liegen die Fallstricke? Zunächst ist die tückische Wirkungsweise einer steuerlichen Freigrenze zu beachten: beim Überschreiten dieser Grenze wird der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht etwa nur der übersteigende Anteil der Aufwendungen! Außerdem verstehen sich die 110 € inklusive Mehrwertsteuer, was von Unternehmern, die in der Regel „netto“ denken, oft übersehen wird. Kritisch wird es auch, wenn Sie die (Ehe-)Partner Ihrer Angestellten ebenfalls einladen. In diesem Fall verteilen sich nämlich die 110 € auf zwei Personen und werden umso schneller überschritten. Beachtet man, dass sämtliche Aufwendungen, wie z.B. Bewirtung, Fahrtkosten, Eintrittsgelder, Übernachtungskosten, etc zusammengerechnet werden müssen, wird dies unmittelbar deutlich. Nicht nur der Lohnsteuer-Außenprüfer vom Finanzamt freut sich über solche Steilvorlagen –  auch sein Kollege von den Sozialversicherungsträgern steigt hier ein:  das Überschreiten der Freigrenze löst nämlich grundsätzlich für den gesamten Betrag auch Sozialabgaben aus. Einen Ausweg gibt es aber dennoch, selbst wenn das Kind schon im schon Brunnen liegt: Die Kosten für Betriebsveranstaltungen, die nicht steuerfrei behandelt werden dürfen, können pauschal mit einem Lohnsteuersatz von 25 % versteuert werden – Sozialbeiträge fallen in diesem Fall nicht an!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail