Die Erteilung der UST-ID- Nummer: ein häufiges Ärgernis bei Unternehmensgründungen

Wer sich entschlossen hat, mit seiner Geschäftsidee ein eigenes Unternehmen zu gründen, möchte in der Regel die im Rahmen des Gründungsprozesses anfallenden Formalitäten schnell hinter sich bringen, um sich ganz dem operativen Geschäft widmen zu können. Nicht selten „drohen“ bereits konkrete Aufträge und wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben! Neben den üblichen Anmeldungen beim Handelsregister und beim städtischen Ordnungsamt (Gewerbeanmeldung) und evtl. berufsspezifischen Registrierungen kommt natürlich der steuerlichen Erfassung des Unternehmens beim Finanzamt erhebliche Bedeutung zu. Schließlich möchte der Unternehmer so schnell wie möglich auch Rechnungen ausstellen können und sich gegenüber potenziellen Geschäftspartnern –etwa auf seiner Internetseite- mit allen wichtigen Daten seriös präsentieren. Leider ziert sich das Finanzamt immer öfter bei der Erteilung der so wichtigen Umsatzsteuer-Identnummer (UST-ID) und möchte den Antragssteller mit dem Hinweis auf möglichen Missbrauch bestenfalls mit einer einfachen Steuernummer abspeisen. Naturgemäß ist es für ein Unternehmen, welches noch keinen einzigen Geschäftsvorfall getätigt hat (wie auch, ohne UST-ID?), so gut wie unmöglich, die Missbrauchsvermutung zu entkräften. Betroffene sollten sich hiergegen wehren. Hilfreich ist dabei der Hinweis auf ein neues Urteil des europäischen Gerichtshofs (EuGH). Unter dem Aktenzeichen C-527/11 wird der Erteilungsanspruch des Steuerpflichtigen klar bekräftigt.

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