Betriebsprüfungsrisiko Bargeschäft

Bargeldbranchen geraten immer mehr in den Fokus der Steuerprüfung

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben: wenn Gastwirte, Einzelhändler und Friseure den Steuerprüfer im Haus haben, geht es weniger um das Belegen von Betriebsausgaben, die der Steuerpflichtige in seinen Büchern geltend gemacht hat. Selbst der Klassiker „PKW-Nutzung“, der nach den einschlägigen Statistiken immer noch das Top-Thema steuerlicher Betriebsprüfungen darstellt, wird in den Bargeldbranchen durch eine Problematik verdrängt, die für den Unternehmer geradezu lebensgefährlich werden kann und selbst von Steuerberatern oft übersehen wird: die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung! Die Betriebsprüfer scheinen sich nach dem Motto „da geht immer was“ auf diesen Bereich eingeschossen zu haben und holen regelmäßig beachtliche Mehrergebnisse heraus. Genügt die Kassenführungspraxis des Unternehmers nicht den einschlägigen Ordnungsmäßigkeitsgrundsätzen, verwerfen viele Prüfer die Kassenaufzeichnungen vollständig und steigen dann gerne in eine Zuschätzung von Betriebseinnahmen ein, deren Nachversteuerung -insbesondere wegen des zusammengeballten Anfalls der Steuern für mehrere Jahre- für den Betroffenen existenziell bedrohlich werden kann. Dass es zum Thema „Kassenführung“ keine prophylaktische Aufklärung durch die Finanzbehörden gibt und für den Steuerpflichtigen keine Möglichkeit besteht, seine Kassenführungspraxis bspw. durch eine zeitnahe Betriebsprüfung vom Finanzamt  abnehmen zu lassen, scheint unsere Finanzverwaltung dabei nicht sonderlich zu stören. Um in diesem Szenario nicht unter die Räder des doch sehr rigide vorgehenden Fiskus´ zu geraten, ist die Einschaltung eines Steuerberaters den betroffenen Branchen -idealerweise bereits im Vorfeld von Betriebsprüfungen- dringend anzuraten!

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