Alle Jahre wieder: die Steuererklärung !

Die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist oft lohnend

Mit dem Jahreswechsel ist sie plötzlich wieder da: die Frage, ob man eine Einkommensteuerklärung für das vergangene Jahr abgeben sollte oder vielleicht sogar muss. Angeblich geht der Durchschnittsdeutsche lieber zum Zahnarzt, als sich mit seiner Einkommensteuererklärung zu befassen. In der Tat ist diese eine komplexe Angelegenheit. Bereits die Frage nach einer Abgabepflicht macht ein gründliches Studium der entsprechenden Gesetzestexte erforderlich. So ist zwar bspw. für Gewerbetreibende oder Immobilienvermieter die Sache klar:  an der Abgabepflicht führt kein Weg vorbei. Überschreitet man die Frist (für 2014: 1. Juni 2015) drohen saftige Verspätungszuschläge. Wie ist es aber beim reinen Arbeitnehmer? Schließlich hat der Arbeitgeber doch Monat für Monat bereits Lohnsteuer einbehalten und den Fiskus somit befriedigt. Das Gesetz sieht auch hier eine Reihe von Tatbeständen vor, die zu einer Abgabepflicht führen, etwa wenn Lohnersatzleistungen (Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld usw.)  bezogen wurde oder wenn Ehegatten mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 unterwegs waren.  Derjenige, der von diesen Sachverhalten nicht betroffen ist, sollte dennoch die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung in Erwägung ziehen. Bekanntlich erhalten nämlich Arbeitnehmer rein statistisch gesehen im Schnitt eine Steuererstattung zwischen 800 und 900 Euro, häufig beträgt die Rückerstattung sogar rund 2.000,00 Euro.

Beachtet werden sollte, dass die Sachbearbeiter beim Finanzamt die eingereichten Steuererklärungen in der Reihenfolge ihres Eingangs abarbeiten. Die Finanzverwaltung scheint derzeit hoffnungslos überlastet zu sein, so dass vielfach mit einer Zeitspanne von mehreren Monaten bis zur Durchführung der Veranlagung zu rechnen ist. Vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, sich  mit der Abgabe der Steuererklärung nicht allzu viel Zeit zu lassen. Wer im Frühjahr seine Schäfchen ins Trockene bringt, dürfte weit bessere Chancen auf eine zeitnahe Steuergutschrift haben, denn zur Jahresmitte hin laufen die Formulare bzw. Datensätze –bedingt durch die (Regel)Abgabefrist  31.05.- geballt beim Finanzamt auf,  was oftmals zu nicht mehr kalkulierbaren  Bearbeitungszeiten führt.

 

 

 

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