Studium und Ausbildung – was geht steuerlich?

Endlich Sommerferien! Was für die jüngeren Kinder den Beginn der schönsten Zeit des Jahres bedeutet, markiert für die Älteren  oft den Beginn eines neuen Ausbildungs- und damit Lebensabschnitts.  Viele dieser jungen Menschen werden sich nun erstmalig  mit finanziellen Aspekten auseinandersetzen müssen. Und wo es im Leben ums Geld geht, ist bekanntlich die Steuer nicht weit. Begriffe wie „Finanzamt“, “Steuererklärung“ , „Einkommensteuer“ – bisher nur als merkwürdige Floskeln aus der Erwachsenenwelt bekannt- treten nun unweigerlich in das Bewusstsein der jungen Studenten und Auszubildenden. Muss ich eine Steuererklärung abgeben? Lohnt sich das denn für mich überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen Ausbildungs- und Fortbildungskosten? Diesen Fragen sollten junge Leute entschlossen nachgehen, und zwar sofort zu Beginn der Ausbildung.  Lehre und Studium sind oft geprägt von geringem Einkommen bei gleichzeitig hohen Aufwendungen.  Dass hier steuerlich möglicherweise schon „was geht“, wird oft erst viel zu spät oder gar nicht bemerkt. Allerdings sind die gesetzlichen Regelungen kompliziert und sorgen immer wieder für Streitigkeiten vor den Finanzgerichten. Dabei geht es vor allem um die Absetzbarkeit der Kosten für die Ausbildung (Fahrten zur Uni, Studiengebühren und –literatur, Arbeitsmittel etc.). Als „Ausbildungskosten“ qualifiziert wirken sich diese nämlich nur aus, wenn im Jahr ihrer Verausgabung auch steuerpflichtiges Einkommen erzielt wurde. Als „Fortbildungskosten“ können diese aber zu einem Verlust führen, welcher in Folgejahre mit mglw. ordentlichem Arbeitseinkommen  vorgetragen werden und dort zu hübschen Steuererstattungen führen kann.  Es ist daher sicherlich kein Fehler, sich zu Beginn eines neuen Ausbildungsabschnitts steuerlich beraten zu lassen.

 

 

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